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Neues zu MRSA 
MRSA ist zu einem Problem geworden, dessen Beherrschbarkeit von Jahr zu Jahr problematischer erscheint. Länder wie Japan, USA, England, Frankreich, Spanien und Italien haben inzwischen eine MRSA-Inzidenz > 50%, in Deutschland geht man derzeit von 20% und darüber aus. Besonders besorgniserregend ist dabei die Tatsache, dass es derzeit außer in Großbritannien nur in Deutschland einen überdurchschnittlichen Anstieg von jährlich etwa 6% zu verzeichnen gibt.

Neben den ethischen Aspekten dieses Problems stellt sich – gerade im DRG-Zeitalter – für die Einrichtungen des Gesundheitswesens auch die Frage nach der ökonomischen Belastung. Da mit MRSA-Infektionen in der Regel ein verlängerter Krankenhausaufenthalt, eine erhöhte Morbiditäsrate und deutlich höhere Kosten für die antibiotische Therapie einhergehen, sind klare Handlungsrichtlinien und ein standardisiertes Vorgehen innerhalb von Einrichtungen des Gesundheitswesens erforderlich, um Isolierungs- und Sanierungskonzepte erfolgreich von der Theorie in die Praxis umzusetzen. Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene geht beispielsweise von zusätzlichen Kosten im Rahmen einer Intensivtherapie in Höhe von bis zu 10.000 Euro pro MRSA-Fall aus.

Um unnötige Kosten zu vermeiden und die Patienten dabei gleichzeitig optimal versorgen zu können, ist es erforderlich, dass Hygiene-, Isolierungs- und Sanierungsmaßnahmen eindeutig festgelegt und auch tatsächlich umgesetzt werden. So kommt denn auch die DGKH in ihrer im Februar in Hygiene und Medizin veröffentlichten Vorstandsmitteilung unter anderem zu den Schlussfolgerungen, dass es neben der erforderlichen Abbildung von MRSA-Maßnahmen im DRG-System einer konsequenten Umsetzung der bestehenden RKI-Empfehlungen zur Kontrolle von MRSA durch die Einrichtungen mit begleitender infektiologischer und krankenhaushygienischer Schulung sowie der Überprüfung eines wirksamen Sanierungsschemas bedarf. Den Volltext dieser Veröffentlichung finden siehe hier.

Einen interessanten Ansatz, mit dem unter anderem die Planung und Überprüfung der krankenhaushygienischen- und Sanierungsmaßnahmen auf sehr einfache Art ermöglicht werden, stellt die soeben erschienene Software „MRSA-ORGANIZER“ dar. Neben der automatisierten, aber dennoch individuell möglichen Planung und Dokumentation dieser Maßnahmen werden gleichzeitig die Forderungen des Infektionsschutzgesetztes nach einer Erfassung und Bewertung multiresistenter Erreger umgesetzt. Schulungsvorträge und Hygienepläne für praktisch alle relevanten Bereiche des Gesundheitswesens, über Arztpraxen, Pflegeheime, Rehakliniken, ambulante Pflegedienste und Krankentransportdienste bis hin zu Krankenhäusern runden diese CD-ROM ab. Betrachtet man darüber hinaus den günstigen Kaufpreis, kann man eigentlich nur zu einem Schluss kommen: eine gelungene, praxisrelevante Arbeit, die sich im Klinkalltag bestens bewährt!
Informationen zu MRSA-ORGANIZER finden sie hier.


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